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... Seiten-Inhalt 2.3.4. Braille-Zahlen:

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Zahlen, Ordungszahlen und Brüche in Brailleschrift / Blindenschrift / Punktschrift / Braille


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Darstellung von Zahlen

Auf Grund des begrenzten Zeichenvorrates von nur 2 hoch 6 = 64 Zeichen werden für die Darstellung von Zahlen in der Brailleschrift Buchstaben verwendet. Zur Unterscheidung wird den Zahlen das Zahlenzeichen # vorangestellt.

Zur Textanzeige der Braillepunkte benötigen Sie Javascript !
Darstellung der Ziffern bei Computerbraille siehe unten

Zahlen aus mehreren Ziffern erhalten nur ein Zahlenzeichen vorangestellt, das Leerzeichen beendet die Zahl (So lassen sich einstellige Zahlen in Blindenschrift ebenso darstellen wie zweistellige oder mehrstellige Zahlen):

Um lange Zahlen zu gruppieren, verwendet man den Punkt statt Leerzeichen:

Folgt der Zahl im Wort noch ein Buchstabe von »a« bis »j« oder ein Satzzeichen, welches man mit Ordnungszahlen verwechseln kann (tiefgestelltes »a« bis »j«), beendet das Apostroph die Bedeutung 'Zahl':

Nach einem Trennungsstrich muss das Zahlenzeichen erneut angegeben werden, alle Zeichen,
die eindeutig keine Ziffer oder Ordnungszahl darstellen, beenden die Bedeutung Zahl:

Römische Zahlen werden als Folge von Großbuchstaben geschrieben (siehe auch Großschreibung):


Aufzug-Beschriftung in Braille für Untergeschosse (richtig / falsch: Strich zwischen Punkt 2 und 5)

Ordnungszahlen

Ordnungszahlen werden durch Herabsetzen der Punkte der Ziffern 1 bis 0 gekennzeichnet:

Anwendung der Ordnungszahlen:


Darstellung von Brüchen

Brüche bestehen aus Zähler (normale Ziffern) und Nenner (herabgesetzte Ziffern), ganze Zahlen davor werden durch ein gesondertes Zahlenzeichen vom Bruch getrennt:

Prozent und Promille werden ausgeschrieben als #0/0 bzw. #0/00:


Darstellung von Datums- und Zeitangaben

Das Datum kann so wie in Schwarzschrift oder mit herabgesetzten Ziffern geschrieben werden:

Für die Uhrzeit gilt das gleiche, der Doppelpunkt erfordert aber ein Beendigungs- und ein neues Zahlenzeichen:


siehe auch --->> Braille-Uhren
taktile Braille-Armbanduhr mit vier im Quadrat angeordneten Braille-Ziffern á 4 Punkte

Rechnen

Grundrechenarten in vereinfachter Schreibweise:     (siehe auch -> Mathematikzeichen als mehrformige Zeichen)


Mathematikschriften

6-Punkt-Braille:

Für mathematische Berechnungen, Formeln und Ausdrücke wurden verschiedene Mathematikschriften entwickelt, mit denen man jede mathematische Berechnung linear niederschreiben kann.

Für das 6-Punkt-Braille ist das die internationale Marburger Mathematikschrift (neues Fenster).

In der Mathematikschrift entfallen die Leerzeichen und Rechenzeichen werden durch " (P4) angekündigt:


Hier die Kurzbeschreibung der Grundrechenarten (neues Fenster) der Marburger Mathematikschrift.


8-Punkt-Computerbraille (Zahlen in Eurobraille / Computerbraille):

Neben der 6-Punkt-Mathematikschrift haben sich weitere Systeme herausgebildet, die in Verbindung mit 8-Punkt-Computerbraille für wissenschaftliche Berechnungen an Hochschulen eingesetzt werden.

Dazu zählt unter anderem die Stuttgarter Mathematikschrift (neues Fenster).

Zur Darstellung von Zahlen in Computerbraille / Eurobraille wird kein Zahlenzeichen # (P3456) verwendet, sondern die Ziffern nutzen eigene Punkte-Kombinationen:


Dafür entfallen die Lautzeichen ie, ei, eu, au, äu, ch, sch und st ( Vollschrift nicht möglich ).

wissenschaftliche Notation:

Um komplizierte mathematische Formeln oder andere wissenschaftliche Texte auf dem Computer darstellen, speichern und auch ausdrucken zu können, wurde eine spezielle lineare Schreibweise entwickelt.

Das Satzsystem (Software) für diese lineare Schreibweise nennt man LaTeX (neues Fenster)   (ausgesprochen: Latech).

Durch die lineare Schreibweise eignet sich LaTeX in der Blindenausbildung besonders für die Mathematik. Und auf Grund der gleichzeitigen Möglichkeit der optischen (flächigen) Ausgabe auf dem Bildschirm und der linearen Ausgabe auf der Braillezeile können Sehende, Sehbehinderte und Blinde gemeinsam lernen und Berechnungen untereinander austauschen.


Informationen zur LaTex-Tagung (neues Fenster) 2002 in Marburg.